Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 1

17.10.2015 19:00

Ihr erinnert Euch an Die Kammer des Schreckens ?!

Ich leider nur zu gut. Sowas kann man nicht vergessen. Aufschieben hingegen klappt super. Ist ja auch nicht so, dass jemals Langeweile aufkommen würde und der Zeitpunkt käme, wo man sagt: JETZT passt das so gut, ich mach das grad mal.. Arbeit, Haushalt, Familie, sonstige Verpflichtungen.. von Freizeitvergnügen gar nicht zu reden. Ich will ja nicht jammern, aber.

Ich habe es also geschafft, dieses Thema nun ein Jahr erfolgreich - nicht zu verdrängen - aufzuschieben. Und ich sag mal so. Die Situation ist nicht wirklich besser geworden. Eher.. im Gegenteil.

Nun gut, als ich es bis zum Frühling nicht geschafft hatte, Herr über das Chaos zu werden, war mir schon klar, dass es ein Herbst-Projekt wird. Wer wühlt schon im Sommer im Haus rum (auch wenn das Wetter noch so schlecht ist)?

Da meine Tochter ja nun ein Schulkind ist (sechs Wochen Schule seit der Einschulung, und schon sind die ersten Ferien - so ein Leben möchte ich auch nochmal haben), war klar, dass ich eine Woche in den Herbstferien zu Hause bin. Männe arbeitet. In der zweiten Woche wird getauscht. Tja, und bis dahin... will ich mein Zimmer fertig haben. Stööööhn.

Schon wirklich seit Frühling hab ich mir FEST vorgenommen, das ENDLICH ganz sicher in Angriff zu nehmen. Im normalen Alltag schafft man ein Projekt DIESEN Ausmasses beim besten Willen nicht. Ich jedenfalls nicht. Klar kann man mal hier und da ne Stunde was aufräumen, ausmisten usw. Aber das im Beitrag vom letzten Jahr geschilderte Szenario ist Tatsache. DIESE Ausmist- und Aufräum-Aktion betrifft wirklich das halbe Haus. Und das schafft man einfach nicht nebenbei..

Seit Wochen lag mir das Projekt im Magen. Sonst freu ich mich ja ungemein auf eine freie Woche, aber in diesem Fall von Urlaub kann von "freihaben" keine Rede sein. Genaugenommen würde ich lieber arbeiten gehen als.. DAS.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Um wenigstens vielleicht die letzten Tage noch etwas frei zu haben, und da ich wirklich nicht weiß, wie lange ich für alles brauche, habe ich ES heute direkt in Angriff genommen! Tag 1 des Projektes "Umwandlung der Kammer des Schreckens in meine kleine Dunkelkammer" liegt hinter mir, und ich bin sehr zufrieden!

Ich weiß, das interessiert wahrscheinlich keinen Menschen, aber es dient auch dem Aufräumen meiner Gedanken und lässt mich denken, dass das Ganze eine gewisse Struktur hat und es sich nicht um blankes Chaos handelt, deshalb werde ich hier mal festhalten, was da voran geht.

Am liebsten hätte ich ja heute direkt aus der Kammer alles rausgerissen, aber wir klar, dass ich mich dann komplett zumülle, so dass ich schlau wie Schlange erstmal im EG angefangen bin, Platz zu schaffen. Zunächst habe ich einen Schrank im Hauswirtschaftsraum geleert. Diverse Paar Schuhe und Stiefel wanderten in einen Spenden-Sack, Schuhputzzeug zog um, einiges flog in Müll.. In diesen Schrank soll nun der noch im Kammer-Regal befindliche Werkzeugkram umziehen. Dafür erkläre ich den Göttergatten für zuständig.

Als nächstes waren ein Kommoden- und ein Schuhschrank im Flur fällig. Weitere Schuhe flogen entweder in den Müll oder in den Spenden-Sack, ebenso diverse (ähem) Handtaschen, Mützen, Handschuhe und so weiter.  Das Ergebnis ist ein wunderbar aufgeräumter Schuhschrank (meiner) und die Erkenntnis, dass ich keineswegs zu viele Schuhe hab. Grins.

Und wo ich nun schon bei Schuhen dabei war, hab ich auch endlich mal nen Stapel Kartons aus der Schlafzimmer-Ecke entsorgt. Mitsamt einigen darin befindlichen Tretern, die schätzungsweise vor zehn Jahren mal modern waren.

Das Ganze klingt zwar bis hierher sehr unspektakulär, hat aber schon einige Stunden in Anspruch genommen und ist entgegen der Annahme, das hätte für die Leerung der Kammer noch gar nichts gebracht, auf jeden Fall ein sehr hilfreicher Anfang.

Morgen geht es dann tatsächlich direkt  in die Kammer des Schreckens. Ich bin sehr gespannt, was mich da erwartet, und es graut mir auch nach wie vor gewaltig, aber nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Tagen. Ein Anfang ist immerhin gemacht. Sich von vermeintlichen Schätzen zu trennen, war tatsächlich ein besseres Gefühl als gedacht. Ich hoffe, das klappt dann auch, wenn ich die Berge in der Kammer erklimme. Ich hab vorsichtshalber schon mal meine Freundin informiert, dass sie einen Suchtrupp losschicken soll, wenn sie bis morgen Abend nichts mehr von mir hört. Dann bin ich nämlich in den unendlichen Weiten des Kühnschen Krimskrams verschollen.

Also, Ihr dürft gespannt sein, wie es weitergeht. Werde ich die Kammer des Schreckens bezwingen? Wird es ein happy end geben in meinem kleinen Fotoparadies?

Ich werde berichten.. ;-)

 

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Stephanie Kühn ran.gezoomt@web.de