Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 2

18.10.2015 19:30

Den heutigen Tag könnte ich relativ einfach mit einem Wort zusammenfassen: PUH !!!

Tu ich aber nicht. Das wär ja langweilig.

Ich habe heute summasumarum fast 8 Stunden oben gewühlt. Morgens nach dem Cappu direkt gestartet (mein Gott, ich bin so stolz auf mich!!), dann ziemlich schnell gemerkt, dass ich vergessen hab zu frühstücken, also schnell ein Toast runtergeschlungen und wieder zurück in die schreckliche Kammer. Mittags dann eine Pause mit hochadligem Essen (die Spagetti waren gestern schon von gestern) und nach ner Runde Quizduell wieder ran ans Werk.

Zwischendurch hatte ich schon mal eine ziemlich ernste Krise und wollte die thermische Lösung herbeiführen, aber ein Feuer zu legen erschien mir dann letztlich doch nicht so geeignet.. Nach einer Weile dann der Aufschrei des puren Glücks: ich konnte an einer Stelle Teppich sehen!!!

Gut, dafür sehe ich im Schlafzimmer und im Flur oben keinen mehr, weil sich das Problem (=mehrere Kubikmeter Gedöns) örtlich verlagert hat, aber was das angeht, bin ich hoffnungsvoll. Die Säcke mit Klamotten für die Spende gehen bald weg, massenweise Altpapier (Papiere, Zeitungen und in erster Linie Leerverpackungen) müssen auf die Abfuhr warten, zwei schwarze Säcke Müll sind vorhin noch ins Carport gewandert.. Bisschen Angst macht mir schon, wenn ich sehe, was NICHT wegkommt und wieder ins Zimmer soll. Das Mengenverhältnis stimmt noch nicht so ganz. Oder das täuscht. Ja bestimmt täuscht das nur.

Ein paar Sachen habe ich unter vollem Körpereinsatz auf den Dachboden verfrachtet (hoffentlich liest das mein Mann nicht! Erstens wäre er über diese Verlagerung des Problems weniger als mäßig erfreut und zweitens sind schließlich alle Sachen immer grundsätzlich viiiiel zu schwer und viiiel zu unhandlich und müssen deshalb immer vom starken Göttergatten hochgebracht werden, und das soll natürlich so bleiben), und ich kann mit Stolz sagen, mich extrem tapfer von einigen Sachen getrennt zu haben.

Als ich nach einigen Stunden Schuften so in der Zimmertüre stand und versuchte, mir einen Überblick über das immer noch vor mir liegende Chaos zu verschaffen, spielte ich kurz (ganz kurz) mit dem Gedanken, mal ein Foto zu machen. Zu Eurer Erheiterung.. oder Grauen. Aber ich kam zu dem Schluss, dass es besser ist, mir eine gewisse Rest-Würde zu bewahren. Wenn das überhaupt noch möglich ist nach dieser Geschichte. Möchte ja nicht als Messi-Makro in die Geschichte eingehen. Also überlasse ich es lieber weiter Eurer Phantasie, um welches Ausmaß sich es hier wohl handeln mag.. schließlich bin ich bekannt dafür, gern etwas zu übertreiben..

Auch wenn ich nachher über diverse Sachen in mein Bett und meine Tochter sich an vier blauen Säcken vorbei den Weg in ihr Zimmer bahnen muss, bin ich höchst zufrieden! Ich fühle mich zwar körperlich wie nach einem Marathonlauf (nicht, dass ich wirklich wüsste, wie sich der Köroer nach einem Marathon anfühlt, und das werde ich auch NIE rausfinden) und hab etwas Angst vor Muskelkater morgen, aber ich bin extrem gewillt, morgen wieder zu wühlen. Also.. nicht dass ich die Wahl hätte. Aber ich bin motviert. Jawohl.

 

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Stephanie Kühn ran.gezoomt@web.de