Lage der Nation (diesmal mit mehreren Untertiteln)

23.07.2020 23:07

Lückenhafter Lebenslauf

Einen Beitrag zur „Lage der Nation“ gab es hier ja leider schon öfter. Die letzte Pause hält allerdings den aktuellen Negativrekord. 

Auf Facebook ist mein letzter Post immerhin aus August 2018.. hier hat es noch fast ein halbes Jahr länger schon keinen Mucks mehr von mir gegeben..

Ich überlege auch tatsächlich schon eine gefühlte Ewigkeit darauf herum, wie ich diese Lücke im rangezoomtschen Lebenslauf nun erklären kann. Oder ob ich das überhaupt muss oder sollte. Aber nach zweieinhalb Jahren endlich mal wieder die Seite zu pflegen und dann kein Wort der Erklärung darüber zu verlieren.. das sieht mir einfach nicht ähnlich.

 

"Sie haben hier eine Lücke im Lebenslauf?!"

"Ja. War geil!"

 

NICHT! Leider nicht.

 

Ich habe wirklich versucht, das nicht zu lang werden zu lassen (zumindest das ist irgendwie gründlich in die Hose gegangen) und wollte gar nicht zu sehr ins Detail gehen und auch nicht zu persönlich werden (das hab ich beides ganz gut hingekriegt finde ich), aber natürlich gab es einige Gründe für das Ausbleiben neuer Beiträge oder Fotos.

Ich hab also mal eine chronologische und hoffentlich einigermaßen verständliche Aufarbeitung zu Papier gebracht und für die verschiedenen Themen das erste Mal Überschriften vergeben. Ja, es wurde lang. Aber hätte ich in den letzten zwei Jahren jeden Monat einen Beitrag veröffentlicht, wäre das doch bei weitem immer noch mehr Lesestoff gewesen als dieser kleine Roman hier.

 

Aufgerüstet 2.0

Was ich eigentlich im Sommer 2018 maximal zuversichtlich verkünden wollte, war meine Neuanschaffung seinerzeit. Da mir meine Schultern und Arme ja schon seit Jahren arge Schwierigkeiten machen und ich zunehmend Probleme hatte, mit „meiner Großen“ und vor allem in Verbindung mit dem Makroobjektiv schweren EOS 60D in gewohnter Manier freihand auf die Pirsch zu gehen, hatte ich mich entschieden, dem allgemeinen Trend zu folgen und in spiegellose Welten vorzudringen (um entweder künftig zweigleisig zu fahren oder die gute alte Spiegelreflex sogar irgendwann einzumotten und abzulösen).

 

Ich legte mir also die Canon EOS M100 und entsprechende EF-M-Objektive zu, in der Hoffnung, damit künftig wieder „beweglicher“ zu sein und die Seite mit viel mehr Fotos füttern zu können. Diese Hoffnung starb relativ jäh. Zum Einen war ich vom ersten Eindruck der Bilder echt enttäuscht, hatte mir beim annähernd geichen Sensor wie in der Großen irgendwie mehr versprochen.. (an dieser Stelle sei angemerkt, da ich die Objektive in Verdacht hatte, nicht gerade mit einer herausragenden Abbildungsleistung zu glänzen, dass ich sehr wohl versucht habe, die guten L-Linsen per Adapter an der M zu nutzen, was aber sowas von gründlich in die Hose ging. Haptisch muss man sich das Ganze dann in etwa so vorstellen, als schraubte man eine Pringles-Dose an eine Zigarettenschachtel: das geht theoretisch durchaus, funktioniert in der Praxis aber leidlich bis gar nicht) und zum anderen nach Rückkehr aus unserem Sommerurlaub – mit vermeintlich großartigen Aufnahmen im Gepäck – beim Versuch, die raw-Dateien in Lightroom auszulesen und zu entwickeln:

 

Software-Fail

Ich hatte eine Kaufversion von Lightroom 5 (und ich weigere mich bis heute und auch in Zukunft, LR und PS im Abo zu nutzen, weil es für mich und meine Zwecke einfach absolut unverhältnismäßig/überdimensioniert ist), und für diese Version der Software waren die Dateien aus der RELATIV neuen Canon M100 zu neumodisch. Da die raw-Dateien aus alter und neuer Kamera beide auf .CR2 enden, hab ich das anfangs überhaupt nicht gecheckt, dass sich die Dateien dennoch unterscheiden, und meine Ernüchterung war riesig, als mich endgültig die Erkenntnis traf, dass ich nun eine neue Kamera hatte, aber leider keine Software mehr zum Entwickeln der entsprechenden Aufnahmen. Ein paar Lizenzen von LR6 (in welches die M100 bzw. ihre raw-Dateien noch eingepflegt wurden) schwirrten noch zu damals bereits horrenden Preisen im Internet und auf teilweise wenig vertrauenserweckenden Verkaufsplattformen rum, aber ich saß das Problem aus mit Nichtstun.

 

Hardware-Fail

Abgesehen von der nicht vorhandenen geeigneten Software gab es nämlich auch noch ein Problem mit der zwar vorhandenen aber nicht mehr brauchbaren Hardware, die man leider nur noch als ungeeignet bezeichnen konnte. Das vor einigen Jahren unter größter Mühe (Ihr erinnert Euch vielleicht an die entsprechenden Beiträge) angeschaffte Hochleistungs-Notebook kam deutlich an seine Leistungsgrenze und kann inzwischen leider nur noch als extrem altersschwach und für Foto-Entwicklungs-Verwaltungs-undwasweißichnoch-Arbeiten schlicht unbrauchbar bezeichnet werden (dabei hat Männe zwischenzeitlich sogar mal die Festplatte gegen ein SSD-Laufwerk getauscht – das führte aber nur kurzfristig zu besserer Performance). Nach der Neuanschaffung der kleinen Kamera war aber spontan auch nicht mal eben noch ein neues Notebook drin.

 

Sehkraft-Fail

Zu der Zeit kam ich auch leider aufgrund schon länger nicht mehr zu leugnender Altersweitsichtigkeit (ALTER – mach Dir mal n Begriff!) nicht mehr länger um eine Gleitsichtbrille herum. Ich bin seit vielen Jahren (Jahrzehnten trifft es leider besser) kurzsichtig (und das nicht zu knapp), aber nachdem vor ein paar Jahren die vom wenig charmanten Augenarzt mit einem Blick auf mein Geburtsjahr angekündigte Altersweitsichtigkeit tatsächlich pünktlich eintrat und irgendwann einfach nicht mehr wegignoriert werden konnte, musste eine entsprechende Brille her. Die ist für den Alltag ja auch wirklich super, nur zum Fotografieren taugt die nicht. Wobei da ja eher weniger die Brille das Problem darstellt, als mehr meine Augen. Es ist egal, durch welchen Bereich der Brille ich versuche, durch den Sucher scharf zu sehen, es ist mir nicht möglich. Bringt die Makro-Fotografie an sich schon höchst ungemütliche Positionen und Haltungen (und damit noch mehr Verspannungen und Fehlbelastungen in Nacken und ramponierten Schultern) mit sich, trägt der Versuch, durch die Brille zu fotografieren, zur absoluten Verschlimmerung der Gesamtsituation bei. Früher konnte ich noch mit Kontaktlinsen fotografieren oder habe die Brille später auch einfach abgenommen, beides ist durch die fortwährende Verschlechterung der Augen nicht mehr möglich. Und auch das usselige Dioptrien-Rad an der Kamera leistet da keine Abhilfe (falls das jemand an dieser Stelle als hilfreichen Tipp einwerfen möchte)..

 

So kam also mal wieder eins zum anderen, es entstand der schon öfter aufgetretene Datenstau und zugegeben auch ziemlicher Frust über selbigen.

 

Zweitausendneunzehn

Was soll ich zu diesem Jahr sagen? Das Leben spielt nunmal leider nicht immer die Lieblingsfolge ab, die man sich in seiner eigenen Seifenoper in Dauerschleife wünschen würde (wie zum Beispiel die Episode vom Urlaub am Meer), sondern baut da manchmal echt üble Nebenhandlungen ein, die dann so in den Vordergrund rücken, dass die Hauptdarsteller sehr in Mitleidenschaft gezogen werden und sich die Haupthandlung total zum Negativen verändert.

 

 

 

 

Der Ausspruch „ich glaub, ich bin im falschen Film“ hat für mich seit nun geraumer Zeit wirklich eine ganz andere Bedeutung.

Nie zuvor in meinem Leben hab ich mir so oft so sehnlichst eine Fernbedienung gewünscht, um das laufende Programm anzuhalten, vorzuspulen, umzuschalten wie in 2019. Und ich war leider an einem Punkt, an dem auch für die energiespendenden Dinge (wie Fotografie) keine Energie mehr da war.

Der eine kann abschalten beim Lesen eines Buches, jemand anderes geht gern im Wald spazieren und tankt dort neue Energie und Kraft.. Bei mir war das Fotografieren und die Freude über ein gelungenes Foto immer auch das, was meine Akkus aufgeladen hat. Wenn aber die Zeit, der Sinn, die Ruhe und „Nerven“ selbst dafür fehlen, sich um diese schönen Dinge zu kümmern.. ja.. dann entsteht auf so einer Seite eben mal eine derart lange Pause.

 

Keine Zukunft?

Ich habe viel nachgedacht und war mehrmals kurz davor, Rangezoomt einfach zu löschen. Immer wenn im März die Verlängerung der Domain ansteht, stelle ich das Ganze tatsächlich in Frage. Mich davon zu befreien (weil ich nach wie vor einen gewissen Druck spüre, hier tätig sein zu müssen, und Druck ist echt das letzte, was ich gebrauchen kann). Wollte sogar einen Großteil meines Equipments verkaufen, weil der Körper nicht mehr so mitspielt wie er soll und ich nicht mehr so fotografieren kann wie ich will. Aber Gott sei Dank wurde dann da immer eine Stimme in mir laut (O-Ton "hast Du sie noch alle??"). Die Fotografie – Rangezoomt – ist einfach ein Teil von mir. Etwas, das mir immer Kraft und Energie, eine Befriedigung, gegeben hat. Das kann ich einfach nicht aufgeben. Im Gegenteil: ich brauche es. Und da 2020 für mich persönlich ganz im Zeichen von „um mich selbst kümmern und auf mich selbst aufpassen“ steht, war es an der Zeit, meine Fotografie wieder zu aktivieren. Und wer jetzt sagt, 2020 ist doch auch schon wieder zur Hälfte rum, der hat Recht. Ich war aber auch nicht untätig in den letzten Monaten, dazu weiter unten mehr.

 

Umstrukturierung

Da die „körperlichen“ Probleme leider bleiben und mir damit das Fotografieren in der bisherigen Form einfach nicht mehr im gewohnten Umfang möglich ist und sein wird, muss ich meine Schwerpunkte eben (noch mehr) verlagern. Künftig muss ich mehr „indoor“ ablichten, muss auf das Stativ für die dicke Kamera zurückgreifen und mir mehr statische Motive suchen:

 

Foodography

Schon vor einigen Jahren hatte ich angefangen, mich ein wenig in die Food-Fotografie einzulesen und einiges auszuprobieren, und es haben sich in diesem Bereich bis heute schon so einige Bilder angesammelt, die ich bisher nicht veröffentlicht hatte. Wenn einer Seite wegen seiner Bienchen und Blümchen gefolgt wird, dann ist der Betrachter vermutlich eher wenig geneigt, sich plötzlich Desserts und Eintöpfe anzusehen. Es lässt sich nicht leugnen, das ist schon ein ganz eigenes Feld. Da ich aber gern koche (und vor allem gern esse, jajaaa) und mir auch beim Anrichten gern mal mehr Mühe gebe, liegt es schon nahe, Entsprechendes auch mal schön abzulichten. Und nein, das ist kein neuer Trend bei mir - Freunde wissen, dass ich mein Essen schon immer fotografiert habe, bevor es Digitalkameras oder Handys (oder gar Smartphones) gab.  Aber keine Angst, hier wird nun in nächster Zeit nicht plötzlich ein food-Blog entstehen. Aber ja, mittel- bis langfristig wird dieses Thema sicherlich deutlich mehr vertreten sein als bisher. Nicht, weil ich den Bienchen und Blümchen abgeschworen habe und ihnen überdrüssig geworden bin, sondern weil die Handhabung des Fotografierens mir entgegen kommt. Der große Vorteil, ein „Set“ einzurichten und die Kamera auf dem Stativ aufbauen und auf die entsprechende Lichtsituation einstellen zu können, um dann den leckeren Protagonisten „nur“ noch passend zu platzieren und abzulichten, ist gleichzeitig allerdings auch der Nachteil. Denn auch wenn ich manchmal Stunden(!) auf dem Bauch auf dem Rasen oder im Gebüsch hockend verbracht habe, um zu erwischen, was da summt, brummt, krabbelt, kreucht und fleucht, so herrlich unkompliziert, unaufwendig, spontan und schnell konnte auch mal ein Foto entstehen, wenn eine große Libellle, Hornisse oder ähnliches im Garten gesichtet wurde. Einen Teller Essen oder auch andere Objekte im „Studio“ ablichten zu wollen, erfordert ungleich mehr Planung und Aufwand und damit vor allem Zeit. Die ich.. da ist noch der Haken an der Sache.. nicht unbedingt im Überfluss habe. Aber das Ganze wird sich schon entwickeln. Die Idee ist wie gesagt nicht neu, ich hatte sogar schon in 2016 und auch nochmal in 2017  angefangen, einen entsprechenden Beitrag zu schreiben, ohne dass ich diesen dann mal beendet oder veröffentlicht hätte. Nun wisst Ihr, dass sich langfristig hier ein bisschen was verändern wird. Einige Veränderungen haben in den letzten Wochen sogar schon stattgefunden:

 

Makeover

Die Seite – insbesondere natürlich die Fotogalerie – hat nämlich eine deutliche Überarbeitung erhalten. Wie Ihr seht – oder wie Ihr nicht seht – sind allerhand Bilder, ja ganze Alben, verschwunden. Die noch bestehende Albenstruktur ist etwas verändert, und insbesondere die Foodography (ich liebe meine Wortkreation und möchte mich an dieser Stelle mal ausdrücklich selber loben!) taucht jetzt namentlich auf – wenn auch noch mit wenig Inhalt. Da ich aber noch einen riiiiesigen Berg an Aufnahmen auf mehreren Laufwerken habe, die alle noch gesichtet und entwickelt werden wollen, kann ich Euch noch eine ganze, ganze Weile mit Summseln und Brummseln aus der Konserve versorgen. Dosenfraß ist oftmals besser als sein Ruf behaupte ich.

Damit das nun alles seinen Gang gehen kann, ist hier in der letzten Zeit schon eine ganze Menge passiert:

 

Software-Update

Zunächst habe ich am Rechner meines Mannes angefangen zu „recherchieren“, auszuprobieren und tatsächlich relativ schnell mein Software-Problem gelöst. Der Gedanke, Lightroom 6 (die letzte kaufbare Version vor den Adobe-Abos) doch noch zu kaufen, war schneller verworfen als zu Ende gedacht ob der wahnwitzigen Preise der wirklich allerletzten verfügbaren Lizenzen; diverse freie Programme hatte ich schon nach und nach und auch jetzt noch mal getestet und für mich nicht für gut befunden. Ich weiß nicht, welcher inneren oder göttlichen Eingebung folgend ich dann tatsächlich der kostenlosen Canon Software zur Entwicklung und Bearbeitung der raw-Dateien noch einmal eine Chance gab, aber ich bin glücklich. Früher war die wirklich nicht zu gebrauchen, aber zu meiner Überraschung hat sich dieses Programm offensichtlich in den letzten Jahren extrem gemausert. Keine Ahnung, ob Canon da einfach in der Vergangenheit mal mehr Geld und Arbeit investiert hat oder was da sonst an mir vorbei gegangen ist, aber mit der aktuellen Version von Canon Digital Photo Professional (DPP) kann ich meine Bilder (von beiden Kameras versteht sich) super entwickeln. Ich habe ja bisher auch die Möglichkeiten von Lightroom nur zu einem kleinen Bruchteil ausgeschöpft (und Photoshop überhaupt gar nicht benutzt), und auch wenn der Workflow jetzt noch anders ist als gewohnt, bin ich mit den Ergebnissen auf jeden Fall fürs Erste zufrieden. Da fehlt zwar im Moment noch die Übung, aber der erste Eindruck ist vielversprechend, dass DPP und ich Freunde werden. Mit der Bewertung „da ist auf jeden Fall deutlich Potential vorhanden“ hat Canon DPP ein Recall-Ticket von mir bekommen, hat Darktable im Finale haushoch geschlagen und damit mein Software-Problem fürs Erste gelöst.

 

Aufgerüstet 3.0

Hardwareseitig gibt es auch Neuigkeiten. Nach der Erkenntnis, um die Neuanschaffung nun nicht mehr rumzukommen und der Beauftragung meines angeheirateten PC-Super-Admins mit der Suche nach einem geeigneten Notebook, traf mich gleich eine weitere. Nämlich die Erkenntnis, dass es überhaupt kein Notebook sein muss. Sondern dass ein PC und guter Bildschirm erstens günstiger und zweitens besser wären. An meinem Notebook konnte ich sowieso immer nur sehr schlecht arbeiten (ich sach nur Schultern und Arme), weil ich eben keinen Arbeitsplatz hatte, sondern meist am Esstisch im Wohnzimmer saß. Da mein Superadmingöttergatte mir sofort zustimmte, dass einen PC zusammen zu bauen, viel mehr Vorteile hätte und bei weitem günstiger in der Anschaffung sei, dauerte es bis zur Bestellung der entsprechenden Komponenten gar nicht mehr sooo lang (wenn man bei dieser Bewertung großzügig außer Acht lässt, dass wir da offensichtlich ein unterschiedliches Zeitempfinden haben oder schlicht unsere Prioritäten anders setzen).

To make a long story short: Ich sitze gerade an einem phantastischen Arbeitsplatz an meinem neuen PC mit mehreren Festplatten vor einem „vernünftigen“ Bildschirm, während ich dies hier schreibe!

Und wenn ich sage, phantastischer Arbeitsplatz, dann meine ich neuen Arbeitsplatz!

 

Ein Reich nur für mich

Es gab da nämlich noch einen Punkt auf meiner persönlichen Unzufriedenheits-ergo-todo-Liste, der sowas von dringend in Angriff genommen werden musste! Finger hoch, wer sich noch an die Kammer des Schreckens erinnert? Ich verlinke Euch mal die entsprechenden Beiträge. Ich hab die neulich selbst erst gelesen und mich dabei königlich amüsiert. Prädikat wertvoll. Wer den Beitrag hier bis zu Ende liest, ist ja schon ein Held, aber wer sich jetzt auch noch diese Artikel als Gute-Nacht-Lektüre aussucht, hat definitiv einen Preis gewonnen!

 

https://www.rangezoomt.com/news/die-kammer-des-schreckens/

Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 1

Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 2

Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 3

Kammer des Schreckens - Das Projekt - Tag 4+5

 

Und wie bei allen erfolgreichen Geschichten wird ja oft eine Fortsetzung geschrieben. So auch in diesem Fall. Ungeplant zwar, unbeabsichtigt, ungeliebt, unfassbar und vor allem unverständlich (ich stelle fest, mein Hirn wirft an dieser Stelle ungefragt noch so einige UNwörter ein) hat in den letzten chaotischen Jahren hier wieder das Kammer des Schreckens-Syndrom zugeschlagen. Nicht in dem Ausmaß wie vorher – das wäre gar nicht möglich gewesen – aber tatsächlich hat es sich wieder eingeschlichen, dass aus meiner kleinen Dunkel- eine Abstellkammer wurde. Da hieß es Ärmel hochkrempeln! Diesmal hat die Ausmist- und Aufräumaktion natürlich Gott sei Dank nicht ganz so lange gedauert wie beim ersten Mal, aber dieses Mal wurde mit einigem Mehraufwand aus der Kammer ein richtiges Zimmer(chen). Und was für eins! Während bei der ersten Metamorphose das Rumpelkammerflair blieb (und ich zugegebenermaßen einfach nicht konsequent genug in der Verteidigung meines Reiches war), habe ich diesmal -mit Unterstützung meines Mannes (und dafür bin ich wirklich von ganzem Herzen dankbar)- einen ganz neuen Raum in unserem Haus geschaffen. Statt des alten, klapprigen, offenen (und dadurch stets einen unaufgeräumten Eindruck vermittelnden) Kiefernholz-Regals habe ich hier nun zwei weiße Schiebetürenschränke, die mein ganzes Sammelsorium an Foto-Klimbim beherbergen (da ich mich wie gesagt von der Öffentlichkeit bisher unbemerkt in der foodography rumgetrieben habe, hat sich hier schon einiges an entsprechenden props (Tellerchen & Co.) angesammelt) sowie ein kleines Schränkchen, in dem nun meine Fotoausrüstung einen exklusiven Platz hat. Ein weiteres altes Mini-Regal ist ersatzlos rausgeflogen (und mit ihm unheimlich viel Gedöns in Richtung Schreibkram, Bastelkram, das kann man nochmal gebrauchen-Kram, das ist doch ein Andenken-Kram usw. usw.) Die Wände wurden zwar nicht komplett gemalt, aber dank einer „Ausbesserungs“ Tube weißer Farbe habe ich erschreckend vielen kleinen und großen Flecken den Garaus gemacht, und es durften einige sehr wenige ausgesuchte maritime Dekoartikel und eine wunderschöne Kunstpflanze einziehen. Ja, was? Das ist immerhin mein Mädchenzimmer, Foto-Studio hin oder her. Der große Schreibtisch ist wieder komplett frei und kann jetzt wieder als Arbeitsplatte zum Fotografieren genutzt werden. Dennoch kann ich jetzt hier auch die Fotos verwalten und entwickeln, denn dank der Idee meines holden Göttergatten habe ich mir Tastatur und Maus für den neuen PC in der kabellosen Variante gegönnt, und mein Monitor wird (in Kürze jedenfalls ) dank einer Wandhalterung umklappbar sein, so dass die Wand am Schreibtisch weiter als Hintergrund zum Fotografieren dienen kann. Einen wahren Multifunktionsarbeitsplatz haben wir so für mich geschaffen. Und Ihr könnt gewiss sein, dass ich dieses Zimmer kein zweites Mal aufgeben werde. Jetzt habe ich wirklich mein Foto-Reich, das ich mir gewünscht habe. Das kann vermutlich kaum einer nachvollziehen, aber für mich ist dieser winzige Rückzugsort in vielerlei Hinsicht wirklich unglaublich wertvoll!

 

Und hier bin ich wie gesagt nun schon ein Weilchen dabei, alte Fotos auf neuen Festplatten doppelt zu sichern (also überwiegend die Bilder unserer Tochter, Urlaubsfotos der ganzen letzten Jahre, alles das, was auf keinen Fall verloren gehen darf) und natürlich RANGEZOOMT aufzuräumen. Alle Fotos, die auf der Homepage veröffentlicht sind oder waren, sind schon lange auf zwei Festplatten vorhanden und zusätzlich in einer gesicherten Cloud hochgeladen. Da muss aber auch mal wieder Ordnung rein. Und dann sind da eben noch die Unmengen Aufnahmen aus nunmehr drei Jahren, die einmal richtig gesichtet, gelöscht und entwickelt werden müssen. Daraus entsteht dann die besagte Konserve. Ich habe Euch ganze Fotostrecken noch nicht gezeigt, zum Beispiel als ich vorletztes Jahr bei meiner Lieblingsblume (Rasselblume) mehrfach beobachten (und ablichten) konnte, wie Wespen die Schwebfliegen jagen und verspeisen. Was für ein Horror-Film! Ihr dürft also gespannt sein, was ich noch alles aus der Konserve auftischen werden. Aber erstmal geht es in Kürze mit ganz frischen Bildern weiter. 

 

Und wenn ich doch mal wieder eine Weile in der Versenkung verschwinde.. nehmt es mir nicht übel.. ich tauche immer wieder auf!

Kontakt

Stephanie Kühn ran.gezoomt@web.de